Analysetechniken beim Forex Handel

Auch im deutschen Sprachraum immer größerer Beliebtheit erfreut sich der spekulative Handel mit Devisen, im englischen Sprachraum meist als Forex Trading bezeichnet. Der Forex Handel stellt eine interessante Alternative zum herkömmlichen Handel mit Aktien, Rohstoffen oder Anleihen dar, der Trader profitiert von einem rund um die Uhr zugänglichen Markt, niedrigen Transaktionskosten und geringen Unterschieden zwischen Bid und Ask („Spread“).

Erfolg stellt sich im praktischen Leben auf Dauer nie zufällig ein, insofern ist eine eingehende Auseinandersetzung mit der Thematik auch beim Forex Handel unabdingbare Voraussetzung um langfristig erfolgreich zu sein. Und da nicht jeder Trader den gleichen Stil bevorzugt gibt es auch sehr unterschiedliche Ansichten bezüglich der richtigen Analysetechniken als Basis gewinnbringender Kauf- und Verkaufsentscheidungen.

An erster Stelle zu nennen ist hier die klassische Fundamentalanalyse, diese bedient sich nahezu ausschließlich volkswirtschaftlicher Daten und ökonomischer Kennzahlen, auch die politische Entwicklung eines Landes oder eines bestimmten Währungsraumes spielt eine wichtige Rolle. Als wichtigste Kennzahlen bei der Fundamentalanalyse zu erwähnen sind die Zinsentwicklung, die Inflationsrate und die Kaufkraftparität.

Da der Handel mit Devisen in aller Regel kurzfristiger angelegt ist als der Handel mit Aktien spielen langfristige Kennzahlen wie die im letzten Abschnitt genannten für die meisten Trader jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Im Zentrum der Betrachtung steht vielmehr die sog. Technische Analyse, welche davon ausgeht, dass alle Informationen bereits im Kurs eingepreist sind und der Markt eine sich selbst regelnde Dynamik besitzt. Technische Anlaysten gehen davon aus, dass es bestimmte Muster gibt, deren Existenz die Möglichkeit zu aussagekräftigen Prognosen beinhaltet. Neben diesen primär auf Chartmustern basierenden Analyseansätzen spielen insbesondere im Forex Bereich sog. technische Indikatoren eine bedeutende Rolle.

Hierbei handelt es sich um auf mathematischen Formeln basierende Kennzahlen welche als Hilfestellung bei Handelsentscheidungen eingesetzt werden. Die Palette technischer Indikatoren reicht von allgemein anerkannten und aussagekräftigen Messzahlen wie beispielsweise gleitende Durchschnitten, dem Parabaolic SAR Indikator oder dem Momentum Oszillator bis hin zu sehr exotischen Konstruktionen, über deren Aussagekraft sich trefflich streiten lässt. Die richtige Anwendung der allermeisten Indikatoren erfordert einige Praxiserfahrung, insbesondere die Wahl der richtigen Parameter und die Problematik der Auswahl des Zeitfensters können Einsteiger anfangs durchaus überfordern.


Last but not least sei noch die Methodik der reinen Markttechnik erwähnt, stark vereinfach gesagt wird hier im Rahmen vorhandener Trends versucht die richtigen Ein- und Ausstiegspunkte anhand des zu erwartender Bewegung aufgrund des Odervolumens zu finden.
 


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