

Immobilienfinanzierungen sind komplexe Kreditgeschäfte von großer Tragweite. Eine Immobilienfinanzierung setzt sich klassischerweise aus mehreren Komponenten zusammen. Das Hypothekendarlehen ist dabei der betragsmäßig größte Bestandteil. Ein Hypothekendarlehen ist ein Darlehen, welches mit einer Grundschuld auf die finanzierte Immobilie (zum Beispiel Wohnung, Haus oder Grundstück) besichert wird. in der Regel werden Hypothekendarlehen als erstrangige Hypothekendarlehen umgesetzt, sodass ein direktes erstrangiges Grundpfandrecht in das Grundbuch eingetragen wird.
Die meisten Immobilienfinanzierungen setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Nur die wenigsten Bauherren oder Immobilienkäufer sind in der Lage, den Kaufpreis oder die Baukosten direkt aus ihrem Sparvermögen zu finanzieren. Eine teilweise Fremdfinanzierung der erstellten oder gekauften Immobilie ist in der Regel notwendig. In der Regel liegt der Eigenkapitalanteil bei einer Immobilienfinanzierung gerade einmal bei rund 20 Prozent. Generell gilt: Je höher der Eigenkapitalanteil ist, desto schneller ist der Bauherr oder Käufer schuldenfrei. Außerdem sinkt die monatliche Belastung durch Tilgung und Zinsen bei hohem Eigenkapitalstock erheblich.
Der Fremdkapitalanteil wird meist in Form eines Bauspardarlehens und eines Hypothekendarlehens realisiert. Ein Bauspardarlehen steht allerdings nur Personen zur Verfügung, die bereits lange vor der Finanzierung einen Bausparvertrag abgeschlossen haben und die Zuteilungsreife bereits erreicht haben.
Der größte Anteil der Finanzierung, meist deutlich über 50, teilweise sogar 100 Prozent, wird mit Hilfe von Hypothekendarlehen umgesetzt. Die Zinsen für Hypothekendarlehen hängen von der Laufzeit des Darlehens und davon ab, ob eine lange Zinsbindungsfrist vereinbart wurde oder nicht. Eine lange Zinsbindung verteuert das Hypothekendarlehen. Neben Banken bieten auch Bausparkassen und Hypothekenbanken Hypothekendarlehen an. Als Sicherheit für die Ansprüche aus einem Hypothekendarlehen verpfändet der Kreditnehmer (Bauherr oder Käufer) in der Regel seine Lohn und Gehaltsansprüche. Außerdem wird das Hypothekendarlehen durch ein Grundpfandrecht besichert. Auf Grund der Werthaltigkeit von Immobilienbesitz (insbesondere Grundstücke und freistehende Einfamilienhäuser in bevorzugter Lage), geht der Kreditgeber nur geringe Risiken bei der Finanzierung ein. Daher können Banken Hypothekendarlehen zu besonders niedrigen Zinsen anbieten.